Server down … und keiner hat es gemerkt! (außer die Kunden)

Ein denkbar schlechtes Szenario, das mittels Server Monitoring sehr leicht verhindert werden kann.

Beim Monitoring prüft ein Dienst in regelmäßigen Abständen bestimmte Prüfkriterien. Bei Webservern ist die simpelste Kontrolle den Statuscode der HTTP-Verbindung abzufragen.

Die wohl bekanntesten Tools sind pingdom und die sehr gute Alternative StatusCake.

Dieser Artikel beschränkt sich auf StatusCake, da deren kostenloses Angebot doch beachtlich ist.

kostenloses Servermonitoring mit StatusCake

Die kostenlose Version bietet:

  • unlimitierte Anzahl zu überwachender Server
  • günstige SMS-Benachrichtigung (Alternative siehe Push-Notifications)
  • öffentliches Reporting für Kunden

Das kürzeste Prüfintervall von HTTP/HTTPS-Verbindungen beträgt in der Free-Variante 5 Minuten. Die Serverstandorte der Prüfserver lassen sich lediglich in der kostenpflichtigen Version steuern.

An dem Beispiel von angileri.de kann man deutlich sehen, dass sich die Performance aus den USA doch deutlich von der aus Frankreich unterscheidet:

StatusCake Test-Dashboard

 

Da es mir aber in erster Linie um die Verfügbarkeit der Webpräsenz geht, ist das wichtigste Kriterium die umgehende Benachrichtigung bei Problemen.

 

Offline! Jetzt aber schnell

Sobald 2 Testserver bestätigen, dass die Seite nicht mehr erreichbar ist, wird ein Alarm ausgelöst. Dieser erfolgt in Form von Benachrichtigungen an eine Kontaktgruppe. Einer Kontaktgruppe wiederum können unterschiedliche Personen und Benachrichtigungstypen zugewiesen werden:

  • SMS (Kosten pro Nachricht $0.30 und $0.20)
  • E-Mail
  • URL Webhook (POST- oder GET-Request an URL)
  • Push-Notifications

 

Push-Notifications

Die Kosten für SMS kann man sich sparen, indem man Push-Notifications auf das Smartphone nutzt. Getestet habe ich die beiden Services:

Nachdem man sich registriert und die Smartphone-App installiert hat, kann man das Notification-System bei StatusCake konfigurieren:

notification

Bei Pushover generiert man sich einen Key, bei Pushbullet nutzt man eine Pushbullet E-Mail Adresse zur Identifikation.

 

Smartphone App Pushover

Pushover ermöglicht es einem, Echtzeitnachrichten (Push-Notifications) auf seinem Handy zu empfangen. Sie kostet aktuell einmalig $4.99 nach einem kostenlosen Testzeitraum von 5 Tagen.

Nach der Anmeldung und Installation der App, erhält man einen API-Token und eine Pushover E-Mail Adresse.

Es gibt 2 Möglichkeiten, wie man Notifications an sein Smartphone senden kann:

 

1. REST API

Eine Applikation kann Push-Notifications über HTTP-POSTs an https://api.pushover.net/1/messages.json generieren. Folgende Parameter müssen übergeben werden:

  • token – API-Token
  • user – User/Gruppen-Key
  • message – die Nachricht

Es gibt noch weitere optionale Parameter, die hier beschrieben sind.

 

2. E-Mail

Man erhält nach der Anmeldung bei Pushover eine E-Mail Adresse nach dem Format: API-Token@api.pushover.net

Sendet man eine E-Mail an diese Adresse, wird daraus umgehend eine Push-Notification generiert. Der Betreff wird als Überschrift angezeigt, der E-Mail Body ist der Nachrichteninhalt.

Über die E-Mail Notification kann man recht simpel Push-Notifications von Anwendungen generieren lassen, die keine direkte API-Anbindung an Pushover haben.

 

Smartphone App Pushbullet

Pushbullet hat das Ziel, die Lücke zwischen Desktop-PC und Smartphone zu schließen.

Notifications, wie bspw. eingehende Anrufe oder empfangene Textnachrichten, werden sowohl auf dem Desktop, als auch auf dem Handy angezeigt. Der Austausch von Dateien und Links wird mittels Pushbullet-Kontextmenü stark vereinfacht.

Pushbullet bietet eine sehr umfangreiche REST-API, zur Interaktion mit dem Smartphone. Push-Notifications sind hier beschrieben:

 

REST API

Eine Applikation kann Push-Notifications über HTTP-POSTs an https://api.pushbullet.com/v2/pushes generieren. Folgende Parameter müssen übergeben werden:

  • type – bei Push-Notifications note
  • title – Nachrichtentitel
  • body – die Nachricht

Die Authentisierung erfolgt über HTTP Basic Auth. Der persönliche Access-Token wird dabei im Header als Usernamen übergeben, das Passwort bleibt leer.

 

Pushover oder Pushbullet

Ich habe mich bei der Wahl zwischen den oben genannten Diensten für Pushover entschieden.

Die Pushbullet-App benötigt für den größeren Funktionsumfang weitreichende Berechtigungen auf Kontakte und SMS. Für meinen Anwendungsfall, nämlich simple Push-Notifications zu empfangen, wollte ich diesen Zugriff nicht gewähren.

 

tl;dr

  • StatusCake bietet eine sehr gute kostenlose Alternative zu pingdom, wenn man bei Prüfintervallen und Steuerung von Serverstandorte Abstriche machen kann
  • Push-Notfications auf das Smartphone ist mit den Apps Pushover und Pushbullet eine gute Alternative zu kostenpflichtigen SMS
  • Pushover ist kostenpflichtig (einmalig), macht aber genau das wofür es gedacht ist – Echtzeitnachrichten generieren
  • Pushbullet ist kostenlos, bietet umfangreiche Funktionen, benötigt hierfür aber auch weitreichende Berechtigungen
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